Wissen über Gesundheit


Deutsche haben Defizite
Wissen über Gesundheit

Die Deutschen wissen zu wenig über Gesundheit. Dies ist ein Ergebnis einer repräsentativen Befragung der AOK. Demnach haben fast 60 Prozent der gesetzlich Versicherten Wissensdefizite und tun sich schwer, richtige Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.

Es mangelt an verständlicher Information

Für die Untersuchung befragte das Sozialwissenschaftliche Umfragezentrum der Universität Duisburg-Essen telefonisch 2.010 gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse der Befragung im WIdOmonitor, einem Bericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOK.

Die Befragung ergab: 45 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten verfügen über eine problematische Gesundheitskompetenz, weitere 15 Prozent über eine unzureichende. Mehr als ein Viertel der Versicherten findet es schwierig, Informationen über Krankheitssymptome zu finden. Fast jeder Dritte versteht die Medieninformationen über Gesundheit nicht.

Jürgen Graalmann, Geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes, bewertet das Ergebnis wie folgt: „Gut verständliche und verlässliche Informationen sind für viele Menschen das A und O, um die richtigen Entscheidungen für ihre Gesundheit zu fällen. Dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, Unterstützungsangebote zu finden, ist ein Alarmsignal. Die Informationen müssen verständlich, nutzerorientiert und qualitätsgesichert sein und vor allem müssen sie bei den Menschen auch ankommen.“

Deutschland liegt zurück

Eine Studie in der Europäischen Union in den Jahren 2009 bis 2011 ergab bereits ähnliche Werte bei der Gesundheitskompetenz der Deutschen. Demnach haben im EU-Durchschnitt 47,6 Prozent unzureichende oder problematische Fähigkeiten, wogegen es in der Bundesrepublik 59,5 Prozent sind. Während das Thema in Deutschland noch kaum ins öffentliche Bewusstsein gerückt ist, existieren international bereits zahlreiche Handlungshilfen und nationale Aktionspläne.

Um die Gesundheitskompetenz zu verbessern, ist nicht nur das Gesundheitswesen gefordert, erklärt Graalmann: „Insbesondere in der Bildung muss Gesundheit einen festen Platz bekommen: schon in der Kita, Vorschule, allen anderen Schulzweigen und in der Erwachsenenbildung sowie der außerschulischen Jugendarbeit."

Unwissen verursacht Schäden

Ein Mangel an Wissen über Gesundheit führt oft zu gesundheitlichen Schäden und erhöhten Kosten, wie internationale Studien zeigen. Weniger kompetente Menschen verhalten sich risikoreicher. Sie nehmen Angebote zur Prävention und Früherkennung zu wenig in Anspruch, verhalten sich weniger therapietreu und gefährden den Heilungserfolg. Dadurch haben sie ein höheres Sterberisiko und verursachen mehr Behandlungskosten. Nach Schätzungen belaufen sich die höheren Ausgaben für das Gesundheitssystem allein für Deutschland auf bis zu 15 Milliarden Euro pro Jahr.

Lesen Sie mehr...

Diese Themen könnten Sie außerdem interessieren...
 

www.natuerlich-netzwerk.de

www.llid.de

www.mentop.de
 

News

Jedes Nikotinprodukt ist ungesund
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund

Von Zigarette bis Beutel

Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zigaretten bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.    mehr

Soziale Medien für Kinder verbieten!
Soziale Medien für Kinder verbieten!

Weil sie krank und dumm machen

Soziale Medien machen Kindern und Jugendlichen zunehmend Probleme, warnt ein Kinder- und Jugendarzt. Er fordert deshalb ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre – doch Verbote allein reichen seiner Ansicht nach nicht aus.   mehr

Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK
Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK

Durchblutung verbessern

Bei der „Schaufensterkrankheit“ kann Bewegung die Gehfähigkeit deutlich verbessern. Auch wenn die Beine beim Laufen schmerzen, ist gezieltes Training wichtig. Doch es kommt darauf an, richtig zu trainieren – und Warnzeichen ernst zu nehmen.   mehr

Tabuthema Harninkontinenz
Tabuthema Harninkontinenz

Peinliche Momente müssen nicht sein

Viele Frauen im mittleren und höheren Alter leiden unter unkontrolliertem Urinverlust, doch kaum eine spricht mit ihrer Ärztin über das Thema. Möglichkeiten zu Vorbeugung und Behandlung der Inkontinenz zeigt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) auf.   mehr

Hilft Johanniskraut bei Depressionen?
Deprimierter Mann blickt auf eine Pillendose. Wenn Antidepressiva keine Option sind, können Depressive eine Therapie mit Johanniskraut versuchen.

Antidepressivum aus der Natur

Pflanzliche Wirkstoffe sind nicht zu unterschätzen – in einigen Fällen können sie durchaus mit ihren chemischen Verwandten mithalten. So zeigen zum Beispiel Studien mit Johanniskraut, dass der Pflanzenextrakt in einigen Fällen ähnlich gut wie synthetische Antidepressiva hilft.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Löwen-Apotheke
Inhaber Stefan Wilde
Telefon 034361/ 500 15
Fax 034361/ 500 10
E-Mail info@apotheke-dahlen.de