Rote Karte für Fanschminke


Gefährlicher Farbstoff nachgewiesen
Rote Karte für Fanschminke

Schminkstifte zählen zur Grundausstattung vieler Fußballfans – noch. Das Verbraucherschutzministerium in Baden-Württemberg hat jetzt zahlreiche Stifte aus dem Verkehr gezogen. Untersuchungen hatten ergeben, dass die Fanschminke oft einen verbotenen roten Farbstoff enthält, der als krebserregend gilt.

Verbotener Farbstoff enthalten

„Fußballfans erwarten zu Recht, dass Fanartikel sicher sind und die Schminke in Nationalfarben unbedenklich verwendet werden kann. Leider mussten unsere Überwachungsbehörden jetzt mehrfach Fanschminkstifte aus dem Verkehr ziehen, die zur aktuellen Weltmeisterschaft angeboten wurden“, berichtet Verbraucherminister Alexander Bonde am Mittwoch (25. Juni) in Stuttgart. „Die Kosmetiklabore des Landes hatten darin einen roten Farbstoff nachgewiesen, der bereits seit 1993 verboten ist und im Verdacht steht, krebserregend zu sein – solche Stoffe haben in Kosmetika nichts zu suchen.“

9 von 14 Stiften betroffen

Die Untersuchungsämter in Freiburg und Karlsruhe haben insgesamt 14 Proben von Fanschminkstiften in den Farben schwarz-rot-gold auf verbotene oder nicht deklarierte Farbstoffe und Pigmente untersucht. Alle 14 untersuchten Proben wurden beanstandet und dürfen wegen verschiedener Verstöße gegen die europäische Kosmetikverordnung nicht verkauft werden. Neben diversen Kennzeichnungsmängeln oder dem Fehlen der vorgeschriebenen Notifizierung im europäischen Kosmetikportal war besonders der Nachweis des Farbstoffs Lackrot (Pigment Red 53, Colour-Index-Nummer CI 15585) in 9 der 14 Proben auffällig. Dieser Farbstoff steht im Verdacht, krebserregend zu sein und wurde wegen dieser gesundheitlichen Bedenken bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten auf die EU-Verbotsliste für riskante Stoffe in Kosmetika gesetzt. Die Produkte stammten laut Packungsangaben überwiegend aus China.

Bonde betont: „Der Handel muss auch bei solcher Aktionsware seinen Sorgfaltspflichten nachkommen und wirksame Eigenkontrollen durchführen. Die amtliche Überwachung hat diesen Bereich weiter im Blick und setzt die Untersuchungen gezielt fort.“

Lesen Sie mehr...

Diese Themen könnten Sie außerdem interessieren...
 

www.natuerlich-netzwerk.de

www.llid.de

www.mentop.de
 

News

Jedes Nikotinprodukt ist ungesund
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund

Von Zigarette bis Beutel

Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zigaretten bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.    mehr

Soziale Medien für Kinder verbieten!
Soziale Medien für Kinder verbieten!

Weil sie krank und dumm machen

Soziale Medien machen Kindern und Jugendlichen zunehmend Probleme, warnt ein Kinder- und Jugendarzt. Er fordert deshalb ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre – doch Verbote allein reichen seiner Ansicht nach nicht aus.   mehr

Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK
Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK

Durchblutung verbessern

Bei der „Schaufensterkrankheit“ kann Bewegung die Gehfähigkeit deutlich verbessern. Auch wenn die Beine beim Laufen schmerzen, ist gezieltes Training wichtig. Doch es kommt darauf an, richtig zu trainieren – und Warnzeichen ernst zu nehmen.   mehr

Tabuthema Harninkontinenz
Tabuthema Harninkontinenz

Peinliche Momente müssen nicht sein

Viele Frauen im mittleren und höheren Alter leiden unter unkontrolliertem Urinverlust, doch kaum eine spricht mit ihrer Ärztin über das Thema. Möglichkeiten zu Vorbeugung und Behandlung der Inkontinenz zeigt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) auf.   mehr

Hilft Johanniskraut bei Depressionen?
Deprimierter Mann blickt auf eine Pillendose. Wenn Antidepressiva keine Option sind, können Depressive eine Therapie mit Johanniskraut versuchen.

Antidepressivum aus der Natur

Pflanzliche Wirkstoffe sind nicht zu unterschätzen – in einigen Fällen können sie durchaus mit ihren chemischen Verwandten mithalten. So zeigen zum Beispiel Studien mit Johanniskraut, dass der Pflanzenextrakt in einigen Fällen ähnlich gut wie synthetische Antidepressiva hilft.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Löwen-Apotheke
Inhaber Stefan Wilde
Telefon 034361/ 500 15
Fax 034361/ 500 10
E-Mail info@apotheke-dahlen.de