Experten warnen vor Sepsis


Blutvergiftungen oft unterschätzt
Experten warnen vor Sepsis

Weltweit stirbt rund alle vier Sekunden ein Mensch an einer Blutvergiftung. Trotzdem wird die im Fachjargon Sepsis genannte Krankheit oft unterschätzt. Wie Sie eine Sepsis frühzeitig erkennen, erklärt die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Gefahr durch offene Wunden

Eine Sepsis ist eine Infektion, bei der über eine offene Wunde Krankheitserreger ins Blut gelangen und die Organe befallen. Der Körper reagiert mit einer Infektion, um die Keime abzuwehren. Kann der Körper jedoch die Keime nicht mehr auf eine Stelle des Körpers begrenzen, so breitet sich die Infektion im ganzen Organismus aus. Häufig führt dieser Vorgang zu einem multiplen Organversagen mit Tod des Patienten.


„Jede offene Wunde ist ein Eintrittstor für Bakterien, Viren und manchmal auch Pilze“, warnt Gernot Marx von der DIVI. Vor allem bei Lungenentzündungen, Infektionen im Bauchraum und im Harnwegbereich, ist die Gefahr einer Sepsis groß. Auch Verbrennungen oder jede andere offene Verletzung begünstigen die Krankheit.


Sofort Arzt aufsuchen


Typische Anzeichen einer Blutvergiftung sind Fieber, Schüttelfrost, ein erhöhter Herzschlag, Hitzewallungen, allgemeine Schwäche und Verwirrung, berichtet der Experte. Wer unter diesen Symptomen leidet, sollte schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Dieser dämmt die Infektion mit Hilfe von Antibiotika ein. Hat der Körper zusätzlich viel Flüssigkeit verloren, verordnet der Arzt eine Infusion. „Wir wissen mittlerweile ziemlich genau, was bei einer Sepsis passiert – warum es aber überhaupt dazu kommt, ist noch nicht hinreichend geklärt“, betont Marx abschließend.

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