Defibrillator: Vorsicht mit Magneten


Leseabstand bei Tablet-PCs beachten
Defibrillator: Vorsicht mit Magneten

Menschen, die einen implantierbaren Defibrillator tragen, sollten beim Verwenden elektronischer Geräte wie Tablet-PCs vorsichtig sein. Eine aktuelle Studie hat aufgezeigt, dass der brustnahe Gebrauch eines iPads die Funktion des Defibrillators stören kann. Darauf weisen Experten des Bundesverbands Niedergelassener Kardiologen (BNK) hin.

Magneten beeinflussen Defi-Funktion

Die Funktion eines Defibrillators besteht darin, bei Kammerflimmern oder schweren Rhythmusstörungen im Bereich der Herzkammern (Kammertachykardien) einen Stromstoß abzusetzen, der die gestörte elektrische Erregung im Herzen unterbricht und den normalen Herzrhythmus wieder herstellt. „Solche Stromstoßgeräte enthalten Magneten, die durch andere Magneten beeinflussbar sind – und zwar natürlich umso stärker, je kürzer die Distanz zu einem im Brustraum eingebetteten Defibrillator ist", erklärt Dr. med. Norbert Smetak, Bundesvorsitzender des BNK. „Das iPad 2 enthält Magneten, die zur Befestigung des Schutzdeckels (Smart Cover) dienen. Diese stellen beim normalen Arbeiten keine Gefahr dar. Wenn Herzpatienten das Gerät allerdings im Liegen verwenden und dabei möglicherweise einschlafen, wobei das iPad 2 auf der Brust liegt, kann es für sie kritisch werden", warnt Dr. Smetak.

Sicherheitsabstand von 15 cm ratsam

Vorsicht sei bei vielen elektronischen Geräten geboten, erklärt der Experte, – von Handys, über bestimmte Kopfhörer bis hin zu Magnetresonanztomographen (MRT). „Schlimmstenfalls wird der Defi in einem Magnetfeld ausgeschaltet und springt dann auch im Notfall nicht mehr von selbst an, wenn er dringend erforderlich wäre, um beispielsweise das einsetzende Herzrasen eines Patienten zu stoppen und dessen Überleben zu retten. Die meisten Defis schalten sich zwar automatisch wieder an, sobald sie aus dem Wirkungskreis des Magnetfeldes entfernt wurden. Manche muss man allerdings manuell wieder einschalten. Deshalb raten wir Kardiologen Defi-Trägern, elektronische Geräte immer nur gemäß der Produktempfehlung zu benutzen und zum Beispiel bei der Verwendung eines iPad 2s stets einen Leseabstand von mindestens 15 cm zur Brust einzuhalten."

Lesen Sie mehr...

Diese Themen könnten Sie außerdem interessieren...
 

www.natuerlich-netzwerk.de

www.llid.de

www.mentop.de
 

News

Jedes Nikotinprodukt ist ungesund
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund

Von Zigarette bis Beutel

Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zigaretten bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.    mehr

Soziale Medien für Kinder verbieten!
Soziale Medien für Kinder verbieten!

Weil sie krank und dumm machen

Soziale Medien machen Kindern und Jugendlichen zunehmend Probleme, warnt ein Kinder- und Jugendarzt. Er fordert deshalb ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre – doch Verbote allein reichen seiner Ansicht nach nicht aus.   mehr

Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK
Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK

Durchblutung verbessern

Bei der „Schaufensterkrankheit“ kann Bewegung die Gehfähigkeit deutlich verbessern. Auch wenn die Beine beim Laufen schmerzen, ist gezieltes Training wichtig. Doch es kommt darauf an, richtig zu trainieren – und Warnzeichen ernst zu nehmen.   mehr

Tabuthema Harninkontinenz
Tabuthema Harninkontinenz

Peinliche Momente müssen nicht sein

Viele Frauen im mittleren und höheren Alter leiden unter unkontrolliertem Urinverlust, doch kaum eine spricht mit ihrer Ärztin über das Thema. Möglichkeiten zu Vorbeugung und Behandlung der Inkontinenz zeigt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) auf.   mehr

Hilft Johanniskraut bei Depressionen?
Deprimierter Mann blickt auf eine Pillendose. Wenn Antidepressiva keine Option sind, können Depressive eine Therapie mit Johanniskraut versuchen.

Antidepressivum aus der Natur

Pflanzliche Wirkstoffe sind nicht zu unterschätzen – in einigen Fällen können sie durchaus mit ihren chemischen Verwandten mithalten. So zeigen zum Beispiel Studien mit Johanniskraut, dass der Pflanzenextrakt in einigen Fällen ähnlich gut wie synthetische Antidepressiva hilft.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Löwen-Apotheke
Inhaber Stefan Wilde
Telefon 034361/ 500 15
Fax 034361/ 500 10
E-Mail info@apotheke-dahlen.de