„5 am Tag“ gescheitert?


Ernährungskampagne ohne Erfolg
„5 am Tag“ gescheitert?

Wer sich gesund ernähren will, sollte täglich zu mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse greifen – so die offizielle Empfehlung. Eine aktuelle Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) offenbart, dass sich nur eine Minderheit der Bürger an diese staatliche Empfehlung hält.

Empfehlung erreicht nur Wenige

Seit 13 Jahren werben die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMLEV) für den Verzehr von täglich 5 Portionen Obst und Gemüse. Doch der Erfolg dieser Kampagne ist gering. „Der Anteil der Personen, der 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag konsumiert, ist immer noch sehr gering“, resümiert das RKI. Nur 15 Prozent der Frauen und 7 Prozent der Männer halten sich an die Ernährungsempfehlung. „Wenn eine Kampagne nach 13 Jahren Laufzeit fast 90 Prozent der Bürger nicht erreicht, dann sollte man den Mut haben, sie als gescheitert zu betrachten“, appelliert Ernährungswissenschaftler Uwe Knop an DGE und BMLEV.

Nutzen der 5-am-Tag-Kampagne prüfen

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass bislang kein wissenschaftlicher Nachweis vorliege, ob 5-am-Tag der Gesundheit der Bürger nutzt oder schadet, müsse die Kampagne auf den Prüfstand. Selbst wenn die Kampagne „3-am-Tag“ hieße, müsse man den bisherigen Einsatz der Abermillionen staatlicher Fördergelder kritisch hinterfragen, betont Knop. Laut RKI verzehrt jede dritte Frau und jeder dritte Mann mindestens drei Portionen Obst und Gemüse am Tag. „Vor allem wenn man berücksichtigt, dass bei den Verzehrsmengen beispielsweise auch Säfte, Konservengemüse und Kompott eingerechnet werden, sind auch die Quoten für 3-am-Tag zu niedrig, um von einem Erfolg zu sprechen“, so Knop.

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