Kranke Leber erhöht Blutdruck


Folgeerkrankungen vorbeugen
Kranke Leber erhöht Blutdruck

Das Robert-Koch Institut (RKI) schätzt, dass jeder Zweite in Deutschland einen zu hohen Blutdruck hat. Eine besondere Form dieses Leidens ist der Pfortader-Hochdruck, dessen Ursache eine Erkrankung der Leber ist. Wie Sie frühzeitig darauf aufmerksam werden, erklärt die Deutsche Leberstiftung.

Schleichende Gefahr

Erkrankungen der Leber verursachen im Anfangsstadium meist keine spürbaren Beschwerden und werden deshalb oft übersehen. Experten schätzen, die Dunkelziffer der unerkannten Lebererkrankungen liegt bei rund 70 Prozent. Entsprechend spät beginnt meist die Behandlung und es drohen Folgeerkrankungen wie der Pfortaderhochdruck. Dabei handelt es sich eine besondere Form des Bluthochdrucks, bei der der Blutfluss der Lebergefäße gestört ist.

Ursächlich ist eine kranke Leber, deren Gewebe und Gefäße sich vernarben. Bei einem gesunden Menschen transportiert die Pfortader nährstoffreiches sauerstoffarmes Blut aus den Bauchorganen zur Leber. Nachdem das Blut die Leber passiert hat, fließt es über Lebervenen zum Herzen. Beim Pfortaderhochdruck ist dieser Blutfluss nur noch eingeschränkt möglich, da Vernarbungen die Gefäße verengen. „Wenn der direkte Weg nicht mehr frei ist, sucht sich das Blut einen anderen Weg, um zum Herzen zu gelangen und dort wieder Sauerstoff aufzutanken“, erklärt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Dadurch steigt die Blutmenge in der Pfortader und den anderen zum Herzen führenden Gefäßen und ihr Blutdruck erhöht sich. Zusätzlich können sich Krampfadern in der Speiseröhre oder im Bauchraum bilden. Diese erfordern eine rasche Behandlung, da sonst innere Blutungen aus den Krampfadern drohen.

Leberwerte regelmäßig testen

Erste Hinweise auf einen Pfortaderhochdruck liefert eine Ultraschall-Untersuchung des Bauchraums. Auch eine vergrößerte Milz, Wasseransammlungen im Bauchraum oder das Auftreten von Krampfadern lassen auf einen Pfortaderhochdruck schließen. Dann muss ein Arzt die Ursache klären und schnellstmöglich eine Behandlung einleiten. Damit es zu einem Pfortaderhochdruck gar nicht erst kommt, ist es wichtig, Lebererkrankungen früh zu erkennen. Experten empfehlen, die Leberwerte regelmäßig beim Hausarzt testen zu lassen.

Lesen Sie mehr...

Diese Themen könnten Sie außerdem interessieren...
 

www.natuerlich-netzwerk.de

www.llid.de

www.mentop.de
 

News

Jedes Nikotinprodukt ist ungesund
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund

Von Zigarette bis Beutel

Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zigaretten bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.    mehr

Soziale Medien für Kinder verbieten!
Soziale Medien für Kinder verbieten!

Weil sie krank und dumm machen

Soziale Medien machen Kindern und Jugendlichen zunehmend Probleme, warnt ein Kinder- und Jugendarzt. Er fordert deshalb ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre – doch Verbote allein reichen seiner Ansicht nach nicht aus.   mehr

Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK
Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK

Durchblutung verbessern

Bei der „Schaufensterkrankheit“ kann Bewegung die Gehfähigkeit deutlich verbessern. Auch wenn die Beine beim Laufen schmerzen, ist gezieltes Training wichtig. Doch es kommt darauf an, richtig zu trainieren – und Warnzeichen ernst zu nehmen.   mehr

Tabuthema Harninkontinenz
Tabuthema Harninkontinenz

Peinliche Momente müssen nicht sein

Viele Frauen im mittleren und höheren Alter leiden unter unkontrolliertem Urinverlust, doch kaum eine spricht mit ihrer Ärztin über das Thema. Möglichkeiten zu Vorbeugung und Behandlung der Inkontinenz zeigt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) auf.   mehr

Hilft Johanniskraut bei Depressionen?
Deprimierter Mann blickt auf eine Pillendose. Wenn Antidepressiva keine Option sind, können Depressive eine Therapie mit Johanniskraut versuchen.

Antidepressivum aus der Natur

Pflanzliche Wirkstoffe sind nicht zu unterschätzen – in einigen Fällen können sie durchaus mit ihren chemischen Verwandten mithalten. So zeigen zum Beispiel Studien mit Johanniskraut, dass der Pflanzenextrakt in einigen Fällen ähnlich gut wie synthetische Antidepressiva hilft.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Löwen-Apotheke
Inhaber Stefan Wilde
Telefon 034361/ 500 15
Fax 034361/ 500 10
E-Mail info@apotheke-dahlen.de