Listerien auch in veganem Käse


Schwangere aufgepasst!
Schwangere gibt veganen Käse in ihren Salat.
mauritius images / Lev Dolgachov / Alamy / Alamy Stock Photos

Produkte aus Rohmilch können Listerien enthalten. Vegane Ersatzprodukte wie z.B. Käse aus Nussmilch galten bisher als sichere Alternative – vor allem für Schwangere, für die Listerien besonders gefährlich sind. Doch weit gefehlt. Aktuelle Fälle zeigen, dass auch veganer Käse die gefährlichen Keime beherbergen kann.

Bessere Lebensbedingungen als in Kuhmilch

Dass Listerien allgegenwärtig sind und in roher Milch, rohem Fleisch und Fisch und sogar in Obst und Gemüse vorkommen weiß man schon lange. Neu ist, dass sich die Bakterien nicht ausschließlich in tierischen Produkten tummeln. 2023 konnten Wissenschaftler*innen nachweisen, dass Listerien in pflanzenbasierter Milch sogar besser gedeihen als in Kuhmilch, zumindest außerhalb des Kühlschranks.

Für gesunde Menschen ist eine Infektion mit Listerien in der Regel harmlos. Anders sieht das in der Schwangerschaft aus: Infizieren sich werdende Mütter damit, drohen Früh- und Totgeburten. Und auch eine weitere Personengruppe entwickelt bei Listerieninfektionen oft schwere Verläufe. Dazu gehören diejenigen, deren Immunsystem geschwächt ist – z. B. weil sie an einer Autoimmunerkrankung leiden oder immunverändernde Medikamente wie Kortison oder Antirheumatika einnehmen.

Käse von einer Marke verzehrt

Menschen aus Risikogruppen tun also gut daran, potenziell belastete Lebensmittel zu vermeiden. Als sichere Alternative galten bisher pflanzenbasierte Ersatzprodukte. Im Fall von veganem Käse muss man jetzt aber offensichtlich umdenken, wie mehrere akute schwere Infektionen zeigen.

Die Betroffenen hatten halbfeste Käseersatzprodukte auf Basis von Mandel-, Cashew- oder Kokosmilch gegessen und sich dabei mit Listerien infiziert. Die Folgen waren ernst: Vier Schwangere erlitten Fehlgeburten, eine Schwangere erkrankte an einer Sepsis, ein Neugeborenes an Meningitis und eine immunsupprimierte 38-Jährige an einer Meningoenzephalitis. Die isolierten Bakterien waren genetisch nahezu identisch. Nach Befragung der Betroffenen stellte sich heraus, dass sie alle veganen Käse einer Marke verzehrt hatten.

In den USA wurden inzwischen auch Ausbrüche von Salmonelleninfektionen durch veganen Käse beobachtet. Um bakterielle Infektionen zu vermeiden, sollten Schwangere und Immungeschwächte deshalb nicht nur auf Rohmilchprodukte, rohes Fleisch und abgepackten Salat verzichten, sondern besser auch auf vegane Käseersatzprodukte.

Quelle: Ärzteblatt

Lesen Sie mehr...

Diese Themen könnten Sie außerdem interessieren...
 

www.natuerlich-netzwerk.de

www.llid.de

www.mentop.de
 

News

K2 gegen Wadenkrämpfe

Frau liegt im Pyjama mit verkrampften nackten Füßen im Bett.

Anzahl und Intensität reduziert

Nächtliche Wadenkrämpfe sind schmerzhaft und können die Nachtruhe erheblich stören. Womöglich lassen sich die Beschwerden mit Vitamin K2 lindern.   mehr

Schlaganfall sofort erkennen
Monitor im Krankenhaus. Bei einem Schlaganfall tut sschnellstmögliche Behandlung Not.

Lächeln, sprechen, Arme hoch

Bei einem Schlaganfall muss sofort der Notdienst gerufen werden, um das Gehirn der Betroffenen vor schlimmen Folgen zu bewahren. Doch wie erkennt man als Laie überhaupt solch einen Notfall?   mehr

Asthma durch Katzenkontakt?
Asthma durch Katzenkontakt?

Einfluss durch Tierhaare

Asthma kann durch Allergene wie Pollen ausgelöst werden. Doch wie ist es mit Katzenhaaren?   mehr

Wie sinnvoll ist der Cortisol-Detox?
Wie sinnvoll ist der Cortisol-Detox?

Müde, zu dick und unkonzentriert

Müdigkeit, Gewichtszunahme und Konzentrationsprobleme – etliche Influencer*innen behaupten in den sozialen Medien, dass daran ein „zu hoher Cortisolspiegel“ schuld ist. Empfohlen wird dann meist eine Cortisol-Entgiftung. Das ist allerdings nicht nur medizinisch sinnlos. Manche der propagierten Methoden können sogar gefährlich werden.   mehr

Vitamin-K-Prophylaxe für Babys
Vitamin-K-Prophylaxe für Babys

Verzicht bedeutet Gefahr

Die Vitamin-K-Gabe nach der Geburt schützt Babys vor Gehirnblutungen. Wie wichtig diese Prophylaxe ist, unterstreicht eine schwedische Untersuchung.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Löwen-Apotheke
Inhaber Stefan Wilde
Telefon 034361/ 500 15
Fax 034361/ 500 10
E-Mail info@apotheke-dahlen.de