Tattoos vor dem 18. Geburtstag?


Gesundheitliche Risiken bedenken
Tattoos vor dem 18. Geburtstag?

Tattoos halten ein Leben lang – die erste Liebe vielleicht nicht. Viele bereuen, was sie sich im jugendlichen Überschwang in die Haut ritzen lassen haben . Experten warnen aus ästhetischen und gesundheitlichen Gründen vor Tattoos bei Minderjährigen.

Tätowierungen an Minderjährigen versteht der Gesetzgeber als Körperverletzung. Doch die Strafe entfällt, wenn die Eltern in den Eingriff einwilligen, der Jugendliche über die Risiken aufgeklärt wurde und urteilsfähig ist. „Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und die European Society of Tattoo and Pigment Research (ESTP) vertreten die Auffassung, dass sich junge Menschen nicht vor ihrer Volljährigkeit tätowieren lassen sollten“, betont der Kinder- und Jugendarzt Dr. Ulrich Fegeler. Zu groß seien die gesundheitlichen, sozialen und ästhetischen Risiken.

Tattoos geben häufig Anlass zur Reue

Jeder vierte Tattoo-Träger zwischen 18 und 35 Jahren bereut die Entscheidung. Bei den einen haben sich Lebensstil oder -partner verändert. Die anderen finden ihr Tattoo unprofessionell oder erklären schlichtweg, bei dem Eingriff zu jung gewesen zu sein. Hinzu kommt der Faktor Zeit. Bei Jugendlichen, die sich noch in der Entwicklung befinden, wächst das Tattoo in Länge und Breite mit. Spätestens im Alter verändert es sich durch die Falten.

Welche Risiken bringt ein Tattoo mit sich?

Über verunreinigte Nadeln gelangen Krankheitserreger unter die Haut. In Ländern mit niedrigeren Hygienestandards tragen Tattoostudios zu Übertragung von HIV (Humanes-Immundefizienz-Virus) und Hepatitis bei. In Deutschland sind eher Herpes und Warzen ein Problem. Eingeschleppte Bakterien verursachen Abszesse oder sogar eine Blutvergiftung. Wer allergisch auf die Farbbestandteile reagiert, muss sich meistens das Tattoo entfernen lassen. Bei Neurodermitis, Schuppenflechte, Diabetes, Abwehrschwäche, Herzfehlern und erhöhter Blutungsneigung rät Dr. Fegeler generell von einer Tätowierung ab.

Welche Risiken zu bedenken sind und welche Voraussetzungen für ein sicheres Stechen erfüllt sein müssen, erfahren Interessierte auf der Internetseite des Bundesmininsteriums für Ernährung und Landwirtschaft www.safer-tattoo.de/risiken.html.

Quelle: Kinder und Jugendärzte im Netz, European Society of Tattoo and Pigment Research

Lesen Sie mehr...

Diese Themen könnten Sie außerdem interessieren...
 

www.natuerlich-netzwerk.de

www.llid.de

www.mentop.de
 

News

Augentropfen: 10 häufige Fehler
Eine Frau gibt Augentropfen ins Auge sein - sie versucht dabei, das Auge nicht zu berühren, um eine Verkeimung zu verhindern.

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.   mehr

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Unterleibsschmerzen bei Frauen
Unterleibsschmerzen bei Frauen

Viele Ursachen behandelbar

Viele Frauen leiden regelmäßig an Schmerzen im Unterleib – zum Beispiel in Zusammenhang mit der Menstruation. Viele Frauen akzeptieren die Beschwerden, weil sie glauben, dass sich dagegen nichts tun lässt. Doch viele Ursachen sind gut behandelbar.   mehr

Alte Menschen oft falsch therapiert
Alte Menschen oft falsch therapiert

Zu wenig oder zu viele Medikamente

Eine aktuelle Gesundheitsstudie zeichnet ein alarmierendes Bild: Viele ältere Menschen in Deutschland erhalten Medikamente, die ihnen eher schaden als nutzen könnten – gleichzeitig bleibt eine notwendige Behandlung bei schweren Erkrankungen oft aus.   mehr

Übungen gegen chronische Schmerzen
Übungen gegen chronische Schmerzen

Achtsamkeit und Atmen

Viele Betroffene wissen: Chronische Schmerzen lassen sich selbst mit Medikamenten nicht immer vollständig kontrollieren. In solchen Situationen können Atemtechniken, Entspannungsverfahren und Achtsamkeitsübungen helfen, besser mit den Beschwerden umzugehen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Löwen-Apotheke
Inhaber Stefan Wilde
Telefon 034361/ 500 15
Fax 034361/ 500 10
E-Mail info@apotheke-dahlen.de