Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern


Eis lindert schmerzhafte Bläschen
Hand-Mund-Fuß-Krankheit bei Kindern

Die Hand-Mund-Fuß-Krankheit tritt vor allem in den Sommer- und Herbstmonaten auf. Bei Kindern unter fünf Jahren ist sie die häufigste Ursache für Bläschen im Mund. 

Bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit leiden Betroffene an Bläschen auf den Handinnenflächen, Fußsohlen und um den Mund. Auch die Schleimhäute der Zunge, Gaumen oder Wangen sind betroffen. An den Wangen platzen die Bläschen besonders schnell und bilden kleine, schmerzhafte Geschwürchen.

„Zunge, Zahnfleisch und die Mundschleimhaut sind durch die kleinen Geschwüre sehr empfindlich. Es sollte alles an Nahrung vermieden werden, was heiß, hart oder scharf gewürzt ist“, warnt Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt in Berlin. „Eis kann die Beschwerden lindern. Zudem sollten die kleinen Patienten viel trinken –Tee oder Mineralwasser“, rät das Mitglied des Expertengremiums des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Verbreitung der Erreger durch Badegewässer

Die Erkrankung wird ausgelöst durch sogenannte Enteroviren, hauptsächlich Coxsackie-, seltener ECHO-Viren. Übertragen werden die Krankheitserreger durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion, vor allem über die Hände. Auch Badegewässer tragen im Sommer zur Verbreitung bei. Fieber und Halsschmerzen können den Hautausschlag ankündigen, der zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung auftritt. Nach acht bis zwölf Tagen klingt die Krankheit meist ab. Über den Stuhl können jedoch noch länger Viren ausgeschieden werden.

Infizierte Kinder sollten zu Hause bleiben

„Um andere Krankheiten auszuschließen, sollten Eltern den Kinder- und Jugendarzt aufsuchen. Hat dieser eine Hand-Mund-Fuß-Krankheit festgestellt, sollte das Kind wegen der Ansteckungsgefahr keine Gemeinschaftseinrichtung besuchen, bis es wieder gesund ist und/oder der Ausschlag austrocknet ist. Regelmäßiges Händewaschen ist zur Vorbeugung und auch zur Vermeidung von weiteren Ansteckungen sehr wichtig“, empfiehlt Dr. Fegeler.

BVKJ

Quelle:RKI; ECDC, BfR

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